Speichel- und Zervixschleimtestgeräte

Östrogenabhängig verändert sich die Kristallisationseigenschaft von getrocknetem Zervixschleim und zeigt in der Zeit um den Eisprung, d.h. während der höchsten Östrogenkonzentration, unter dem Mikroskop farnkrautähnliche Strukturen. Dieses Phänomen ist außer im Zervixschleim grundsätzlich auch im Speichel nachweisbar.
Es sind diverse Geräte auf dem Markt, von denen die Hersteller behaupten, sie seien auch zur Empfängnisverhütung geeignet, d.h., man könne anhand des Kristallisationsphänomens den Beginn und das Ende der fruchtbaren Phase festlegen.
Es handelt sich bei diesen Geräten um Taschenmikroskope mit einem winzigen Objektträger und einer Lupe. Einige verfügen zusätzlich über eine kleine Lichtquelle. Bei der täglichen Anwendung wird ein Tropfen Speichel oder Zervixschleim auf dem Objektträger getrocknet und von der Anwenderin unter der Lupe in 100-facher Vergrößerung beurteilt.
Beurteilung: Aufgrund der vorhandenen wenigen Studienergebnisse sind die Speichel- und Zervixschleimtestgeräte weder zum Kinderwunsch noch zur Verhütung geeignet.


Abbildung PC 2000